Lieferkettengesetz | LkSG - CONSUVATION GmbH

CONSUVATION GmbH | Beratung mit Kompetenz
Willkommen bei CONSUVATION - wir leben erfolgreiche Beratung
Ziegelstraße 20
71063 Sindelfingen
            Deutschland
Telefon +49 (0) 7031.4181-860
contact(@)consuvation.com
Vorsprung durch Wissen

Direkt zum Seiteninhalt
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
Das neue Gesetz betrifft nicht nur Unternehmen der Gruppe 1 mit mehr als 3000 Mitarbeiter und der Gruppe 2 mit mehr als 1000 Mitarbeiter - sondern indirekt jeden Zulieferer

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz hat viele Namen. Eigentlich heißt es Sorgfaltspflichtengesetz, es wird aber auch gerne abgekürzt als Lieferkettengesetz bezeichnet.

Was sind die Ziele des Lieferkettengesetzes?

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz soll  der Verbesserung der internationalen Menschenrechtslage und des Umweltschutzes dienen, indem es  Anforderungen an ein verantwortliches Management von Lieferketten für Unternehmen festlegt. Kernelement sich die Umsetzung der Sorgfaltspflichten für die Unternehmen.
Die Anforderungen sind  international anschlussfähig und orientieren sich am Sorgfaltsstandard  ("due diligence standard") der VN-Leitprinzipien, auf dem der Nationale Aktionsplan basiert.

Welche Unternehmen sind vom Lieferkettengesetz betroffen?

Das Lieferkettengesetz gilt zu zwei Terminen für zwei Gruppen von Unternehmen:

  • ab dem 01. Januar 2023 für alle Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeiter (Gruppe A)
  • ab dem 01. Januar 2024 für alle Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiter (Gruppe B)
  • Unternehmenssitz in Deutschland

Hierzu beachte aber, wer noch betroffen sein kann!

Wie ist die Zeitschiene zur Umsetzung des Lieferkettengesetz?

Das Gesetz ist am 01.01.2023 für die Gruppe 1 Unternehmen ohne Übergangsfrist umzusetzen. Das bedeutet, dass der erste Jahresbericht je nach Geschäftsjahr erstmalig im April 2024 vorgelegt werden muss.

LkSG - wer sollte sich neben Gruppe A und B Unternehmen auch betroffen fühlen?

Indirekt ist fast jedes Unternehmen vom Lieferkettengesetz betroffen, da jedes Unternehmen Kunden und auch Lieferanten hat. Somit ist jedes Unternehmen quasi Bestandteil einer Lieferkette. Entweder seiner eigenen Lieferkette als betroffenes Unternehmen - und genau in diesem Falle gelten die Schwellwerte oder jedoch als Bestandteil einer Lieferkette eines direkten Kunden, im schlimmsten Fall eines Kunden von einem eigenen Kunden (Subkette).

Das mussten bereits einige Unternehmen erfahren, indem sie eine Aufforderung zur Darstellung der Anforderungen des LkSG von einem Kunden erhalten hatten - obwohl sie ein kleineres Mittelstandunternehmen sind. Viele Unternehmen meinen nicht von dem Lieferkettengesetz betroffen zu sein und sind dann überrascht, dass auch sie selbst die Anforderungen nachweisen müssen. Zulieferer, die über keine einschlägigen Zertifizierungen verfügen,  müssen dem einkaufenden Unternehmen durch Selbstauskunft oder Audits  bestätigen, dass sie dem LkSG genügen.

Es werden fast alle Unternehmen Bestandteil einer Lieferkette sein - und somit betroffen sein

Sorgfaltspflichten §3 LkSG

Was sind die Anforderungen des Lieferkettengesetz - was ist umzusetzen?

Das Lieferkettengesetz fordert die Umsetzung der Sorgfaltspflichten nach §3 LkSG. Diese umfassen neun Anforderungen.
Dies ist aber noch nicht alles - in vielen §§ werden Anforderungen festgelegt. So sind zum Beispiel Schulungen im eigenen Geschäftsbereich als auch bei den unmittelbaren Zulieferern durchzuführen. Prozesse und Verfahren sind zu installieren und umfassende Berichtspflichten im Rahmen der Kommunikation sind umzusetzen.

Wichtig sind auch die Anforderungen im Bereich des Audit- und Kontrollmanagement.

Welche Lösungen gibt es für die Anforderungen zum Lieferkettengesetz?

Am Markt verfügbar sind derzeit hauptsächlich IT-Lösungen zur Bearbeitung der geforderten Risikoanalysen nach dem Lieferkettengesetz. Dies ist aber nur ein (wenn auch wichtiger) Bereich der geforderten Umsetzungen. Hier darf nicht vergessen werden, dass zuerst eine für das Unternehmen richtiges Risikomanagement LkSG aufgebaut werden muss. Die Ausarbeitung der Methodik erfordert einen sehr hohen Aufwand.
Je nach Umfang bzw. Anzahl von Zulieferern macht es dann Sinn die Risikoanalysen mittels Software Unterstützung durchzuführen. Es gibt aber auch Anwendungsfälle wo dies nicht unbedingt notwendig ist.

Menschenrechtsbeauftragter

Das Lieferkettengesetz empfielt einen Menschenrechtsbeauftragten im Unternehmen einzusetzen. Dieser hat die Aufgabe die Umsetzung des Gesetzes für das Unternehmen zu überwachen und teilweise Aufgaben wie Schulungen etc. umzusetzen. Diese Postion soll die Umsetzung des Risikomanagement für die Lieferkette verantwortlich überwachen.
Die Postion ist mit der eines Datenschutzbeauftragten zu vergleichen. Sie kann intern oder extern besetzt werden.

Ein wenig Statistik (Zahlen - Daten - Fakten) zum Lieferkettengesetz!

Das Lieferkettengesetz betrifft in der Gruppe 1: 3.000+ Mitarbeiter ca. 900 Unternehmen und in der Gruppe 2: 1.000+ Mitarbeiter ca. 4.800 Unternehmen.

Laut einer Analyse des DIHK hatten
  • 60 Prozent der direkt vom Gesetz betroffenen Unternehmen  nach  eigenen Angaben bereits Anfragen zu menschenrechts- und umweltbezogenen  Risiken in ihrer Lieferkette,
  • 90 Prozent der Betriebe berichten von  entsprechenden Kontakten zu Auftraggebern oder Kunden,
  • Bei einem Fünftel  der Unternehmen kamen die Nachfragen ausschließlich oder zusätzlich von  Lieferanten,
  • bei 13 Prozent kamen sie von Banken.

Auch bei den nicht  direkt betroffenen Betrieben mit 250 bis 999 Mitarbeitern verzeichnete  mehr als die Hälfe entsprechende Anfragen. Selbst bei den Betrieben mit  weniger als 250 Beschäftigten waren es immer noch 39 Prozent.

Wer ist für die Überwachung zuständig

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) überprüft die Einhaltung des Gesetzes. Derzeit werden allein für die Umsetzung der Prüfungen zum Lieferkettengesetz zwei neue Standorte aufgebaut. Die Behörde kontrolliert die Jahresberichte zum LkSG der Unternehmen und geht eingereichten Beschwerden nach. Stellt sie Versäumnisse oder Verstöße fest, kann sie Bußgelder verhängen oder Unternehmen von der öffentlichen Beschaffung ausschließen.

Lieferkettengesetz - welche Strafen sind möglich?

Das Gesetz sieht keine zivilrechtliche Haftung von Unternehmen oder Entschädigungen der Opfer von Menschenrechtsverletzungen vor. Dafür drohen Unternehmen, die ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachkommen, Bußgelder von bis zu 2 % des Umsatzes. Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften sollen jedoch künftig die Möglichkeit bekommen, Betroffene vor Gericht zu vertreten, wenn es Verstöße gegen Standards in Lieferketten gibt.

Gibt es ein Lieferkettengesetz in anderen Ländern?

Es gibt vergleichbare Gesetze in Frankreich (2017), Großbritannien (2015) und den Niederlanden (2019). In neun weiteren Ländern der EU sind entsprechende Gesetzesinitiativen geplant. Die Anforderungen unterscheiden sich jedoch zum deutschen Lieferkettengesetz.
Wie sieht es mit einem EU-Lieferkettengesetz aus?
Alle 27 EU-Staaten haben 2021 einen Legislativvorschlag zu Sorgfaltspflichten zum Schutz von Menschenrechten und der Umwelt in der Lieferkette verabschiedet. Man geht davon aus, dass das entsprechende Gesetz 2023 verabschiedet wird. Damit werden noch weitreichendere Anforderungen auf die Unternehmen zu kommen. Nach der Verabschiedung des Gesetzes in der EU müssen die Mitgliedstaaten diese wie folgt umsetzen:

  • Innerhalb von 2 Jahren bis 2025 für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern und einem Umsatz von 150 Mio.
  • Innerhalb von 4 Jahren bis 2027 für Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und einem Umsatz von 40 Mio.

Teilweise wurde schon die 50+ Mitarbeiter Schwelle diskutiert - für bestimmte risikoreiche Branchen.

Umsetzung der Anforderungen zum Lieferkettengesetz - wie können wir Ihnen helfen?

Sie haben bereits ein Lieferkettengesetz Projekt gestartet? Und Sie würden es gerne von externer Seite überprüfen lassen - hierzu bieten wir eine "Projektbegleitende Prüfung" an. Hierfür haben wir spezielle Prüfungskataloge entwickelt. Wir bewerten Ihren Lösungsansatz und arbeiten mit Ihnen gemeinsam mögliche Verbesserungen heraus.
Sie haben noch gar nicht gestartet und wollen ein Lösungspaket? Hier können wir Ihnen helfen! Kommen Sie auf uns zu und wir stellen Ihnen unsere Komplett-Lösung vor. Egal ob Sie ein Gruppe A oder Gruppe B oder ein unmittelbarer oder mittelbarer Lieferant in der Lieferkette sind, der ausserhalb der Gruppe angeprochen wurde. Wir haben Lösungen für alle Gruppen.

Sie suchen einen externen Menschenrechtsbeauftragten - wir stellen Ihnen diese Funktion extern zur Verfügung.

Lesen Sie in unserem Whitepaper Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz:

  • Was ist das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz | LkSG?
  • Gibt es so ein Gesetz auch auf europäischer Ebene - wo sind die Unterschiede?
  • Das Lieferkettengesetz - im Kontext weiterer Anforderungen
  • Wer muss das Gesetz umsetzen - und wer ist auch betroffen, obwohl nicht direkt genannt?
  • Was sind die Anforderungen durch das LkSG an das Unternehmen?
  • Was ist ein Menschenrechtsbeauftragter?
  • Welche Lösungsansätze gibt es?

Um das Whitepaper zu öffenen, klicken Sie bitte in das Deckblatt mit dem Tanker.
Für weiter ergänzende und vertiefende Informationen zum Lieferkettengesetz und unseren Lösungen, Dienstleistungen und dem Angebot für einen externen Menschenrechtsbeauftragten klicken Sie bitte hier:
Umsetzungspflicht beginnt am 01. Januar 2023
- hierfür bleiben noch wenige Tage -
CONSUVATION

Lieferkettengesetz - Download als PDF in Deutsch

Hier können Sie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz im PDF Format in Deutsch herunterladen.

Lieferkettengesetz - Download als PDF in Englisch

Hier können Sie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz im PDF Format in Englisch herunterladen.
CONSUVATION GmbH
Ziegelstraße 20
71063 Sindelfingen
Deutschland
+49 (0) 7031.4181-860
contact(@)consuvation.com
MONTAG-FREITAG
09:00  - 17:00
SAMSTAG -SONNTAG
geschlossen
CONSUVATION GmbH  | CONSUVATION Akademie
(c) CONSUVATION GmbH
Hier finden Sie Informationen
zu unserem Unternehmen
Hier finden Sie Informationen zum
Datenschutz
Hier können Sie direkt mit uns
Kontakt aufnehmen

Wir erfüllen folgende Normen: ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001, ISO 31000 / ONR 49001 und ISO 22301

Die Übermittlung Ihrer  Daten in unseren Kontaktformularen erfolgt verschlüsselt. Wollen Sie das  Kontaktformular nicht nutzen wollen, können Sie uns gerne auch direkt eine Email senden oder anrufen. Wir verarbeiten Ihre Daten aus dem Kontaktformular oder Email ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage und gegeben diese nicht an Dritte weiter. Dabei halten wir die Anforderungen der Datenschutz Grundverordnung (DS GVO) und BDSG-neu ein.
Zurück zum Seiteninhalt