"Nichts auf der Welt ist so mächtig, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist" 
                                   Viktor Hugo

 
Energiemanagement nach EN 16001

2009 hat die Europäische Normungsorganisation (CEN) die Norm für Energiemanagementsysteme „EN 16001 Energy management systems – Requirements with guidance for use“ veröffentlicht (deutsche Fassung: „DIN EN 16001 Energiemanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“). Diese Norm beschreibt die Anforderungen an Energiemanage-mentsysteme, die helfen, den Energieverbrauch der Unternehmen systematisch zu erfassen und zu bewerten, um eine kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz und Kostensenkung zu erreichen.

Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EMS) für energieintensive Unternehmen ist obligatorisch, wenn diese nach §40ff des EEG 2009, im Rahmen der besonderen Ausgleichreglung Steuerrückerstattungen beantragen möchten. Bereits 2008 wurde ein vierstufiges Modell zur Einführung von EMS im produ-zierenden Gewerbe und in der Industrie verabschiedet.

Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) ist zwar nicht umgesetzt worden, bis 2013 muss aber ein Gesetz zum Ersatz der Ausgleichsregelung gemäß §40 EEG umgesetzt werden, das größere, energieintensive Betriebe des produzierenden Gewerbes zur Durchführung eines betrieblichen Energiemanagements (§ 7a EnEfG-Entwurf) verpflichtet.

Nach der Gesetzesänderung führt kein Weg an Energiemanagementsystemen vorbei. Sie sind ein entscheidender Zukunftsfaktor für Unternehmen.

Vorteile eines EMS
  • Energieströme werden durch Analyse aller energierelevanten Abläufe und Vorgänge transparent
  • Energieeinsparpotenziale können anhand einer fundierten Datenlage identifiziert werden
  • Die kontinuierliche Überwachung der Energieströme sichert die kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz
  • Prozessanforderungen werden berücksichtigt
  • Die Umsetzung erfolgt anhand betriebswirtschaftlicher Anforderungen
  • Aktueller gesellschaftlicher und politischer Trend wird umgesetzt
  • Imagegewinn (share holder, stake holder, potenzielle künftige Mitarbeiter)
  • Erhöhung der Mitarbeiterakzeptanz
  • verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen
  • Anpassung an (globalen) Wettbewerb und Kundenanforderungen
  • Zertifizierung bietet glaubwürdige Außenwirkung und steigert Ernsthaftigkeit der internen Bemühungen
  • steuerliche Vorteile und Subventionen können genutzt werden
  • Nachhaltige Kosteneinsparungen trotz steigender Energiepreise